Jason Hernandez: Trump ist nicht tragbar

Jason Hernandez: Trump ist nicht tragbar

„We the people“ – getreu den ersten Worten der amerikanischen Verfassung stehen auf dieser ZDF-Seite zur US-Wahl die amerikanischen Wähler im Mittelpunkt. Sie erzählen, wie sie leben, was sie am politischen System ihres Landes stört, wovon sie träumen und wen sie wählen werden: Hillary Clinton oder Donald Trump - oder gar jemanden anderes?

„Lebenslang ohne Bewährung plus 320 Jahre!“ So lautete das Urteil, das über Jason Hernandez Ende der 90er Jahre gesprochen wurde. Jason hat keine Menschen ermordet, er hat keine Banken überfallen, er hat keine Kinder entführt. Jason Hernandez hat Drogen verkauft – das allerdings tat er jahrelang, mit großer Perfektion. Als das FBI ihn fasste, war der „War on Drugs“, der in den 70er Jahren von Präsident Nixon begonnen wurde, mal wieder auf einem Höhepunkt.

17 Jahre lang saß Jason Hernandez im Knast. Bis eines Tages eine von Präsident Barack Obama unterzeichnete Urkunde bei ihm einging. Sein Begnadigungsgesuch hatte Gehör gefunden - Hernandez wurde entlassen. Heute ist er ein reumütiger, freier Mann. Seine Geschichte zeigt nicht nur die teilweise unerklärliche Härte eines Justizsystems, sie zeigt auch, dass Amerikas Krieg gegen die Drogen auch ein Krieg gegen die farbige Bevölkerung ist. „Von 2,3 Millionen Inhaftierten sind mehr als zwei Drittel schwarz oder haben lateinamerikanische Wurzeln“, sagt Jason. Er ist kein Clinton-Fan, wird aber für sie stimmen, weil Donald Trump nicht tragbar sei.

McKinney, Texas

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