Casey Doss ist noch unentschieden

Casey Doss

„We the people“ – getreu den ersten Worten der amerikanischen Verfassung stehen auf dieser ZDF-Seite zur US-Wahl die amerikanischen Wähler im Mittelpunkt. Sie erzählen, wie sie leben, was sie am politischen System ihres Landes stört, wovon sie träumen und wen sie wählen werden: Hillary Clinton oder Donald Trump - oder gar jemanden anderes?

Casey Doss ist vieles: Junger Vater, Erzkonservativer, Prediger, Missionar. Der 33-jährige ist eines der Gesichter einer Kirche wie sie es bei uns nicht gibt. „The Ramp“ in Hamilton, Alabama, ist in den vergangenen Jahren zu einem Pilgerort für junge Gläubige geworden. Hier predigt Casey jedes Wochenende, drei Mal im Jahr lädt die Kirche zu fast schon beängstigenden Happenings ein: Tausende von jungen Menschen im Glaubensrausch, halten Hände, singen, beten gemeinsam. Die Nachricht: Eine Mischung aus den konservativen Moralvorstellungen des Alten Testaments und modernen, fast liberalen, Lebenswegbegleitungen.

„Ich habe Angst um meine Kinder“, sagt Casey. „Wenn ich sehe, was die so alles im Internet finden könnten. Unsere Moral ist beim Teufel, unsere Werte sind verflogen. Wir müssen zurück zu konservativen Lebenswegen“. Casey Doss ist ein Superstar seiner Kirche. Inzwischen bildet er bei „The Ramp“ auch Missionare aus, junge Menschen, die dort anheuern, ohne Geld, um die Nachricht eines Glaubens in die Welt zu tragen, über den der Vatikan vermutlich die Stirn runzeln würde. Casey ist unentschlossen, wenn es um die Präsidentenfrage geht. Wer konservativer ist, den wird er wählen.

Hamilton, Alabama

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